Kitesurfing oder Kitesurfen oder auch Kiteboarding ist eine eher neue Sportart, die um 1999 in den warmen und windreichen Wassern der Hawaii-Inseln entstanden ist.
Es handelt sich um den Wassersport, der sich zurzeit schneller als jeder andere verbreitet. Er erfordert ein spezielles Brett und einen Drachen (Kite oder Windschirm), der mit einer durch zwei, vier oder mehr lange und dünne Leinen aus Dyneema mit dem Drachen verbundenen Lenkstange gesteuert wird.
Die idealen Windbedingungen für das Kitesurfen liegen zwischen 12 und 30 Kts Knoten, und im Unterschied z.B. zum Segel- oder zum Surfbrett kann das Kitesurfbrett auch bei schwachem Wind eingesetzt werden.
Natürlich müssen bei schwachem Wind größere Drachen benutzt werden. Bei idealen Bedingungen kann dieser Sport sicher praktiziert werden, indem man einfach gleitet (Freeriding) und verschiedene Figuren oder Tricks ausführt (Freestyle). Das Kiteboard kann sowohl auf Wellen (Wavestyle) als auch auf flachem Wasser (Wakestyle) eingesetzt werden.
Eine typische Eigenschaft dieses Sports ist die Schnelligkeit, mit der man lernen kann, zu gleiten und später Figuren auszuführen. Ein guter, im Durchschnitt 15-16 Stunden dauernder Kurs liefert die Grundlage für einen sicheren und selbstständigen Start in diese Sportart. Es ist nicht obligatorisch, einen Kurs zu besuchen, aber unbedingt ratsam. Kitesurfen ist ein extremer Sport und obwohl die modernen Materialien die Sicherheit verbessert haben, gibt es doch zahlreiche Risiken.
Zur Verringerung der Gefahr sollte man daher einen Kurs besuchen, bei dem zumindest folgende Elemente erlernt werden:
(am Boden)
• Flugtheorie, Kenntnis der Winde (am Boden)
• Anwendung aller Sicherheitssysteme (am Boden)
• Einweisung in die Wetterkunde
• Abheben und Landen
(im Wasser, in Reihenfolge)
• Selfrescue
• Start des Schirms
• Bodydrag
• Bodydrag hart am Wind
• Wasserstart
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Auswahl der Ausrüstung
Die Auswahl der Ausrüstung hängt von zwei Faktoren ab: vom Gewicht des Kiters (der den Drachen lenkt) und der Windbedingungen im Home Spot, wo man voraussichtlich am häufigsten startet. Das Grundkonzept lautet wie folgt: je weniger Wind, desto größer muss der Schirm sein, um das Gewicht des Kiters anzuheben, dasselbe gilt nach analogem Prinzip auch für die Größe des Boards.
Da es sich um eine relativ neue Sportart handelt, sind die Produkte einer ständigen Entwicklung unterworfen, deren Rhythmus eher der auf dem Gebiet der Informatik als anderer Sportgeräte gleicht. Daher blüht der Gebrauchtmarkt sehr stark. Schirme und Bretter werden nicht nur nach Größe sondern auch nach Produktionsjahr unterschieden, denn es genügen wenige Monate, um ein Projekt überholt zu machen. |